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Verzeichnisse anderer Archive

Israel

Hinweise auf Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland, die sich in Archiven, Institutionen usw. oder auch bei Vereinen und Privatpersonen in Israel befinden. Liste der im Heidelberger Zentralarchiv vorhandenen Spezialinventare, Verzeichnisse, Übersichten und Zusammenstellungen.

 

Übergreifende Inventarisierungsprojekte

Nachlässe österreichischer Autorinnen und Autoren in israelischen Archiven.
Die Ergebnisse dieses gemeinsam von der Hebräischen Universität Jerusalem und der Universität Innsbruck (Brenner-Archiv) betriebenen Projekts finden sich im Internet unter: http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/projekte/jerusalem/nl_oesterr_autoren.html
Dokumentiert werden Autoren, die entweder in Österreich geboren wurden oder innerhalb der jeweiligen österreichischen Grenzen mehr als zehn Jahre gewirkt haben. In den Listen finden sich auch Autoren wie Martin Buber, Esriel Hildesheimer oder Robert Weltsch, die lange in Deutschland gelebt haben. Bisher wurden die Nachlässe in folgenden Archiven erfaßt:
■ Handschriftenabteilung der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem (JNUL),
■ Central Archive of the History of the Jewish People, Jerusalem (CAHJP).
■ Central Zionist Archives, Jerusalem (CZA).
■ Archiv Yad Vashem, Jerusalem.

 

Jerusalem

The Central Archives for the History of the Jewish People

Übersichten zu den Beständen (darunter umfangreiche Bestände aus Deutschland) veröffentlicht in:
- The Jewish Historical General Archives (= früherer Name der heutigen Central Archives...),
Newsletters 1 (1964), S. 12-19.
- The Central Archives for the History of the Jewish People, Newsletter 3 (1973), S. 7-38.

Im Februar 2003 haben die Central Archives angefangen, die bereits vorliegenden Verzeichnisse zu den Beständen aus Deutschland (und Österreich) als pdf-Dateien auf ihren Webseiten zu veröffentlichen: http://sites.huji.ac.il/cahjp/

Zu einzelnen Beständen sind in Heidelberg Kopien von detaillierten Verzeichnissen vorhanden:

  • Bayern

    Mittelfranken
    Das Staatsarchiv Nürnberg erhielt nach 1938 zusammen mit anderen Akten jüdischer Gemeinden auch 97 Personenstandsregister aus dem Regierungsbezirk Mittelfranken (Bestand Fr.39). Für diese Register liegt ein Verzeichnis vor, das offensichtlich noch in Nürnberg erarbeitet worden ist. Die Register selbst wurden 1954 an den Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern abgegeben und gelangte von dort in die heutigen Central Archives for the History of the Jewish People.

    Unterfranken
    Für etwa 9 lfmAkten jüdischer Gemeinden, Vereine und Einrichtungen aus Unterfranken ist in den Jahren
    1939-42 im Staatsarchiv Würzburg ein Verzeichnis erarbeitet worden, das damals mit dem Titel Akten aus jüdischem Besitz 1938 versehen wurde. Der Bestand wurde 1954 nach Israel abgegeben und befindet sich heute in Jerusalem in den den Central Archives for the History of the Jewish People.
    Schreibmaschinenmanuskript, 166 Seiten.
    18.-20. Jh.

    BAYREUTH
    Verzeichnis zum Bestand D/Ba28
    Israelitische Kultusgemeinde Bayreuth, 1737-1938
       im Internet unter: http://sites.huji.ac.il/cahjp/GERMANY-LISTS/Bayreuth.pdf
       im Zentralarchiv : Ausdruck, 26 Blatt
    Die insgesamt 333 Akten wurden 2003 im Auftrag der Stadt Bayreuth auf Initiative der Geschichtswerkstadt verfilmt. Der Satz von 41 Mikrofilmen ist in Bayreuth sowohl im Stadtarchiv als auch bei der Universitätsbibliothek vorhanden. Es ist vorgesehen, den gesamten Bestand (42 500 Seiten) in digitalisierter Form zugänglich zu machen.
    [Siehe den Bericht der Geschichtswerkstatt Bayreuth unter: http://www.geschichtswerkstatt-bayreuth.de/archiv.html
    sowie die Veröffentlichung von Norbert Aas: Als Kopie zurück nach Bayreuth. Das Archiv der früheren israelitischen Kultusgemeinde. In: Juden in Bayreuth 1933-2003. Verfolgung, Vertreibung – und das Danach. Hrsg. für die Neue Bayreuther Geschichtswerkstatt von Norbert Aas, Bayreuth 2007, S. 246-248.]

    Fürth
    Verzeichnis zum Bestand D/Fü1
    Israelitische Kultusgemeinde Fürth, 1631-1953,
      im Internet unter: http://sites.huji.ac.il/cahjp/GERMANY-LISTS/Fuerth.pdf
      im Zentralarchiv : Ausdruck, 46 Blatt


  • Hamburg
    Findbuch zu den Vorkriegsakten der Jüdischen GemeindenHamburg, Altona, Wandsbek. Es handelt sich um eine überarbeitete Version des beim Staatsarchiv Hamburg erarbeiteten Findbuchs. Aus den Signaturen geht stets hervor, ob die Akten im Original oder als Mikrofilm in Jerusalem sind. Das eigentliche Verzeichnis hat einen Umfang von 115 eingescannten Blättern. Die Erweiterungen gegenüber dem ursprünglichen Verzeichnis beziehen sich insbesondere auf nachträglich von Hamburg nach Israel geschickte Unterlagen (Gemeindeunterlagen: AHW/1021 - AHW/1156, Unterlagen der Talmud-Tora Schule: AHW TT/98 – AHW TT/106). Außerdem (auf S. 112-114): Verzeichnis der Akten des "Juedischen Religionsverbandes Hamburg 1938-1942", die nur im Staatsarchiv Hamburg existieren und im CAHJP keine Mikrofilme vorhanden sind. Eine CD.


  • Hessen

    Hessen-Darmstadt
    Die Akten der Israelitischen Religionsgemeinde Darmstadt sowie der Landjudenschaft Hessen-Darmstadt befinden sich im Original in den Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem (17 lfm, 1663-1941). Das Hessische Staatsarchiv Darmstadt besitzt jedoch Mikrofilmkopien dieser Unterlagen (Abteilung Q 2). Das im wesentlichen vom Staatsarchiv erarbeitete Verzeichnis (Eckhart G. Franz, 1984) bezieht sich sowohl auf die Originale in Jerusalem als auch auf die Mikrofilme in Darmstadt.
    Schreibmaschinenmanuskript, 45 Seiten.

    Hessen-Nassau
    Aufstellung der in Jerusalem vorhandenen Personenstandsregister für 236 jüdische Gemeinden in Hessen-Nassau (1629-1942, insbesondere 1809-1875), unter der Überschrift: Liste der dem Gausippenamt Hessen-Nassau abgelieferten Matrikelbücher jüdischer Gemeinden,
    12 Blatt.


  • Niedersachsen:

    Verzeichnis von Nachkriegsakten aus Hannover,
    a) Jüdische Gemeinde Hannover, 1946-1968
    , (Bestand : D/Ha2)
    b) Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, 1949-1967
    . (Bestand : D/LV1)
    (Die Akten sind 1978 nach Jerusalem gelangt und wurden dort in den 90er Jahren verzeichnet.)
    Computerausdruck, 13 Blatt.

    Verzeichnis zum Bestand D/Go2,
    Jüdische Gemeinde Göttingen, 1948-1956,
    Computerausdruck,1 Blatt.
    [Weitere Nachkriegsakten der Jüdischen Gemeinde Göttingen befinden sich im Stadtarchiv Göttingen, Verzeichnis, 11 Blatt.]

    Verzeichnis zum Bestand D/Os1:
    Synagogen-Gemeinde Osnabrück, 1862-1957.
    Computerausdruck ,16 Blatt


  • Rheinland-Pfalz:

    Inventare der vorhandenen Unterlagen aus den ehemaligen jüdischen Gemeinden in Albisheim, Bergzabern, Bingen, Böhl, Grünstadt, Ingenheim, Koblenz, Landstuhl, Mainz, Mainz-Weisenau, Neuleiningen, Neuwied, Niederhochstadt, Obrigheim, Roxheim-Bobenheim, Sausenheim, Speyer, Venningen, Worms:
    Bestandteil (S. 1462-1515) desInventar der Quellen zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800/1815-1945. [...] Koblenz 1982.

    Worms
    Das Archiv der Jüdischen Gemeinde Worms wurde 1957 im Original nach Jerusalem gegeben.
    Im Stadtarchiv Worms wurde es zuvor verfilmt und verzeichnet.


  • Personenstandsregister (Gatermann-Filme), Bestand G5:
    Verzeichnis der Orte, aus denen Personenstandsregister (Geburt, Ehe, Tod) in Fotokopie vorliegen,
    veröffentlicht in: AVOTAYNU. 15(1999)2, p.31-39.
    Es handelt sich um Abzüge (in kleinem Format, nur mit Vergrößerungsglas zu lesen) der 3 400 Register, die vom Reichssippenamt eingezogen und gegen Ende des Krieges von der Firma Gatermann verfilmt worden sind. Über den Verbleib der Originale dieser Register ist nichts bekannt, sie müssen als verloren gelten. Die Filmaufnahmen der Firma Gatermann befinden sich heute bei den jeweiligen Hauptstaatsarchiven bzw. im Bundesarchiv Koblenz. Die Abzüge für die Central Archives wurden 1954 angefertigt.

Central Zionist Archives (CZA)

Veröffentlichte Bestandsübersichten:

  • Central Zionist Archives (Hg.), Guide to the Archival Record Groups and Collections, Jerusalem 1991
    (hebräisch) 27 Seiten.
  • Central Zionist Archives (Hg.), Guide to the Archival Record Groups and Collections, Jerusalem 1996
    (englisch und hebräisch), 62+53 Seiten.
  • Central Zionist Archives (Hg.), Guide to the Archival Record Groups and Collections, Jerusalem 1997
    (englisch), 65 Seiten.
  • Central Zionist Archives (Hg.), Guide to the Archival Record Groups and Collections, Jerusalem 2003
    (englisch und hebräisch), 60+51 Seiten.

Findbuchpublikation:
List of files of the papers of Max Bodenheimer and the Bodenheimer family A 15. Bd. 1 und 2, Oktober 1999, zusammen 300 Seiten. [Der Nachlass des 1865 in Stuttgart geborenen und 1940 in Jerusalem gestorbenen zionistischen Politikers Max Bodenheimer, der lange Jahre in Köln als Rechtsanwalt tätig war, hat einen Umfang von 24 lfm. Das Findbuch sowie eine Auswahl von Fotos und Dokumenten sind bereits seit 1998 im Internet publiziert: http://www.bodenheimer.org].

Hebräische Universität

(Avraham Harman Institute for Contemporary Jewry)

  • Alphabetische Liste der Oral History Projects,
    darunter mehrere Projekte die Geschichte der Juden in oder aus Deutschland betreffend,
    9 Blatt.

Yad Vashem

Veröffentlichte Inventare:

  • Testimonies and Recollections about Activities Organized by German Jewry During the Years 1933-1945. Catalogue of Manuscripts in the Yad Washem Archives. Zusammengestellt v. K. Y. Ball-Kaduri,
    in: Shaul Esh (Hg.), Yad Washem Studies on the European Jewish Catastrophe and Resistance IV,
    Jerusalem 1960, S. 317-340.
  • Testimonies and Recollections about Activities Organized by German Jewry During the Years 1933-1945. Catalogue of Manuscripts in the Yad Washem Archives. Supplements for the Years 1960-1967. Zusammengestellt v. K. Y. Ball-Kaduri, in: Livia Rothkirchen (Hg.), Yad Washem Studies on the European Jewish Catastrophe and Resistance VII, Jerusalem 1968, S. 205-219.
  • Inventar zu den vorhandenen Akten der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, Bezirksstelle Hessen in Mainz und Akten der Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeistelle Neustadt/W.: Bestandteil (S. 1515-1518) desInventar der Quellen zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800/1815-1945. [...] Koblenz 1982.
  • The Josef Rosensaft Archive of Bergen-Belsen (Record Group 0-70). Zusammengestellt v. Judith Levin, übersetzt aus dem Hebräischen von C. B. Abells, Jerusalem 1985 (in hebr. und engl. Sprache), 108 Seiten.
  • Collection on Displaced Persons. Central Jewish Historical Commission, Munich (Record Group M-1/P), zusammengestellt v. Hadassah Modlinger, hg. v. Yad Vashem Central Archives, Jerusalem 1989
    (in hebräischer Sprache), 48 Seiten.

Lochame Haghetaot

Beth Lochame Haghetaot

  • Findbuch für die Akten der zionistischen und sozialistischen Jugendorganisation "Dror" in Deutschland, 1945-1949, zusammengestellt v. Elijahu Stern [auf Hebräisch]. Beth Lochame Hagetaot, Archijon Hatenua Hachaluzit, 1992, 51 Seiten.
    Die Jugendorganisation "Dror" war 1945 bis 1949 in Deutschland für die Überlebenden der Schoa aktiv. Mit der Einwanderung ihrer letzten Mitglieder Ende 1949 nach Israel, hörte sie auf zu bestehen. "Dror" wird gar kein Archiv gehabt haben. Der Bestand ist eine Sammlung von allen relevanten Akten, die zusammengetragen werden konnten. Das auf Hebräisch verfaßte Findbuch ist nach einem Aktenplan aufgebaut. Es enthält eine Namensliste von "Dror"-Mitgliedern, aber keine Register.

Ramat-Gan

Bar-Ilan University

Veröffentlichtes Verzeichnis:

  • David Farkas: Guide for Manuscripts and Printed Matter from the Legacy of Rabbi Samson Raphael Hirsch.
    The Sänger Collection. Vol.I.: Letters and Hebrew Mss. Ramat-Gan 1982 (in hebräischer Sprache), 57 p.

Joseph Carlebach Institut an der Bar Ilan Universität

  • Sammlung von Dokumenten und Veröffentlichungen von und über den ehemaligen Hamburger Oberrabbiner Joseph Carlebach (1883-1942). Für weitere Informationen siehe unter http://www.biu.ac.il/JS/Carlebach/ins.htm .

 

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